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Selektive Synchronisation und Ausschluss einzelner Ordner

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Der Nextcloud‑Desktop‑Client kann nicht nur komplette Verzeichnisbäume spiegeln, sondern auch gezielt einzelne Unterordner vom Abgleich ausnehmen. So vermeidest du unnötigen Speicherverbrauch auf Notebooks und reduzierst gleichzeitig Netzlast.

Ordner im Desktop‑Client vom Sync ausschließen

Im Client lässt sich für jede Sync‑Verbindung festlegen, welche Unterordner lokal vorhanden sein sollen und welche nur in der Cloud bleiben. Praktisch bedeutet das:
​In den Einstellungen der jeweiligen Synchronisationsverbindung öffnest du die Ordnerliste.
Dort entfernst du den Haken bei den Unterordnern, die nicht mehr lokal synchronisiert werden sollen (z.B. „Archiv“, „RAW‑Fotos“, „Alte‑Backups“).
Der Client löscht diese Daten daraufhin vom lokalen Laufwerk, lässt sie aber in der Nextcloud selbst vollständig erhalten.
Später kannst du einzelne Ordner jederzeit wieder aktivieren, dann werden die Inhalte erneut heruntergeladen.

Ausschluss per .sync‑exclude‑Mechanismus

Neben der grafischen Auswahl gibt es die Möglichkeit, bestimmte Muster generell vom Sync auszunehmen. Typische Mechanismen sind:

Eine Ausschlussliste (z.B. Konfigurationsdatei), in der du Dateiendungen oder Namensmuster definierst – etwa *.tmp, .bak, ~$ oder komplette Verzeichnisse wie backup/.
Versteckte Dateien/Ordner, die standardmäßig ignoriert werden können, um System‑ oder Cache‑Daten gar nicht erst mitzunehmen.
Damit lassen sich viele „technische“ Dateien grundsätzlich vom Sync ausschließen, ohne dass du jeden Ordner manuell kontrollieren musst.

Typische Use‑Cases für selektiven Sync

Selektive Synchronisation lohnt sich vor allem dort, wo große oder selten benötigte Daten die Arbeit ausbremsen würden.
​Archiv‑Ordner
Alte Projekte, Jahresarchive oder abgeschlossene Vorgänge können in der Nextcloud verbleiben, ohne auf jedem Laptop mehrere Gigabyte zu belegen.
Große Medienordner
RAW‑Fotos, Video‑Rohmaterial oder umfangreiche Audio‑Projekte sind oft nur auf wenigen, leistungsstarken Geräten nötig; auf mobilen Geräten reicht der Zugriff über die Weboberfläche.
Backup‑Verzeichnisse
Lokale Backups oder Export‑Verzeichnisse sollten in der Regel nicht per Sync „gespiegelt“ werden, um unnötige Datenverdopplung und Konflikte zu vermeiden.
Technische und Temp‑Daten
Build‑Ordner, Cache‑Verzeichnisse oder temporäre Dateien erzeugen nur Last und bringen für die Zusammenarbeit keinen Mehrwert.

Richtig eingesetzt, sorgt selektive Synchronisation dafür, dass deine produktiven Daten stets verfügbar bleiben, während große oder selten benötigte Bestände in der Cloud „parken“ – ohne lokale Systeme zu überladen.